Unsere Kirche für Sie in Zeiten der Corona-Krise

Neues Projekt: Die digitale Kirchengemeinde

Pastor Martsch-Grunau (Deichhorst) und Pastorin Battram-Arenhövel (Bungerhof) haben eine digitale Kirchengemeinde initiiert. Angelehnt an ein Projekt der evangelischen Jugend haben sie auf der Gamerplattform Discord ein virtuelles Gemeindehaus eingerichtet.

Menschen aus den Gemeinden in Delmenhort und Stuhr/ Varrel sind eingeladen sich anzumelden und auszutauschen. Es gibt verschiedene Räume zu unterschiedlichen Themen. Manche feiern dort eine digitale Andacht oder treffen sich im Online-Café mit anderen Mitgliedern aus dem Gemeindechor. Die Ausgestaltung kann von den Mitgliedern grundsätzlich mitgestaltet werden. Pastor*innen aus den Gemeinden bringen sich außerdem mit eigenen Ideen ein.

Unser Ziel ist die Gemeinschaft, die eine Kirchengemeinde bietet, ebenfalls in die digitale Welt zu übersetzen.

Wer mehr dazu wissen möchte kann sich hier den Pressetext dazu ansehen (PDF) oder sich direkt hier anmelden.

Gottesdienst auf Youtube

Gemeinsam mit den vier Pastoren aller drei Bezirke unserer Gemeinde und der Organistin Sabine Wottke-Pries haben wir in der Lutherkirche Stickgras am Montag einen etwa halbstündigen Gottesdienst aufgezeichnet. Gesponsert vom Foto Studio „MediaArt Kuhnke“, zu finden bei YouTube unter dem Suchbegriff „Gottesdienst Hasbergen 03.05.2020“ oder direkt hier.

Bitte weiter sagen…

Pastor Stephan Meyer-Schürg

MUSIKALISCHE ANDACHT IN HASBERGEN
Sonntag, 21. Juni, 18 Uhr in der St. Laurentius-Kirche
zu biblischen Texten erklingen russische und irische Musik, sowie französische Muesettenwalzer und Tangos. Mitwirkende: Gisela Fischer, Anne Hüttmann, Martin Gehrke und Pastor Stephan Meyer-Schürg. Die Zahl der Plätze ist wegen der Abstands-Regelung in der Kirche begrenzt. Der Eintritt ist frei; Spenden werden erbeten.

Landschafts-Andacht

Montags um 18 Uhr gibt es jetzt in der Gemeinde immer Landschaftsandachten an wechselnden Orten:

  • Treffpunkt am 15. Juni im Brauereiweg, Kindergarten St. Martin. Wenig Parkmöglichkeiten, keine Bestuhlung, keine Mikrofonanlage.

Besucher werden aufgefordert, den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1.50 Meter zu anderen Besuchern einzuhalten. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung wird empfohlen. Eine Bestuhlung gibt es nicht, auch findet keine Bewirtung statt.

Bitte mit dem Fahhrad oder zu Fuß kommen, denn es gibt nur wenig Parkmöglichkeiten.

Andacht

für alle, die am vorigen Montag nicht bei unserer Landschaftsandacht auf dem Spielplatz dabei sein konnten, schicke ich hier nochmal ein paar Gedanken zum Thema „Spielen“.

Und lade ein zu unseren Angeboten an diesem Wochenende:

Den Gottesdienst in der Lutherkirche Stickgras am Sonntag um 10 Uhr gestalten diese Woche Michael Stulken und Sabine Wottke-Pries.

Und am Montag, 15.06., um 18 Uhr findet die nächste Landschaftsandacht unserer Kirchengemeinde im Bezirk Bungerhof statt. Wir treffen uns auf der Wiese neben der Kita St. Martin am Brauereiweg. Musikalisch werden wir begleitet von Gisela Fischer am Akkordeon und Stephan Jansen an der Posaune.

Pastorin Jennifer Battram-Arenhövel gibt einen kurzen Predigtimpuls zum Thema „Wann bin ich eigentlich gut genug?“.

Die Landschaftsandacht findet wie immer nur bei gutem Wetter statt und ohne Bestuhlung. Aber nach dem dringend erwarteten Regen am Wochenende sollte es am Montag wieder gehen…

Herzliche Grüße, Stephan Meyer-Schürg

Andacht zum Thema „Spielen“:

Das „Spielen“ fällt uns ja sicher nicht als erstes ein, wenn wir an christlichen Glauben denken. Wir haben bei der Andacht auf dem Spielplatz aber in biblischen Texten und Liedern gesehen, dass es viele Bezugspunkte gibt, die uns vielleicht gerade deshalb ansprechen, weil wir es nicht erwartet haben.

Lesung aus dem Buch des Propheten Sacharja im 8. Kapitel:

So spricht der HERR: Ich kehre wieder auf den Zion zurück und will zu Jerusalem wohnen, dass Jerusalem eine Stadt der Treue heißen soll und der Berg des HERRN Zebaoth ein heiliger Berg. Es sollen hinfort wieder sitzen auf den Plätzen Jerusalems alte Männer und Frauen, jeder mit seinem Stock in der Hand vor hohem Alter, und die Plätze der Stadt sollen voll sein von Knaben und Mädchen, die dort spielen.

So spricht der HERR: Erscheint dies auch unmöglich in den Augen von diesem Volk, sollte es darum auch unmöglich erscheinen in meinen Augen? Siehe, ich will mein Volk erlösen. Und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein in Treue und Gerechtigkeit.

So spricht der HERR: Stärkt eure Hände, die ihr diese Worte hört in dieser Zeit durch der Propheten Mund. Denn vor diesen Tagen war der Menschen Arbeit vergebens, und auch der Tiere Arbeit erbrachte nichts. Aber nun sollen sie in Frieden säen. Der Weinstock soll seine Frucht geben und das Land sein Gewächs, und der Himmel soll seinen Tau geben. Das ist’s aber, was ihr tun sollt: Rede einer mit dem andern Wahrheit und richtet recht, schafft Frieden in euren Toren.

Gedanken dazu:

„Glauben ist etwas ernstes!“ so haben die meisten von uns das gelernt, oder? Und rund um den Globus wachsen extremistische Strömungen, die uns sogar einreden wollen, Glauben sei etwas „todernstes“. Zuletzt der Pastor einer Bremer Gemeinde, der sagte, Homosexualität sei ein todeswürdiges Verbrechen…

Ja, im Widerspruch gegen solchen Extremismus ist Religion kein Spaß. Und die Corona-Zeit empfinden wir ja auch in der Gemeinde alles andere als lustig. Und es geht ja beim Glauben oft auch um große Themen: Hoffnung und Trost, Bewahrung der Schöpfung, Frieden und Gerechtigkeit. Zumindest eine gewisse „Ernsthaftigkeit“ scheit da doch angebracht.

„Spielen“ aber steht für Lebendigkeit, für Fröhlichkeit, Freiheit. Kinder können das oft sehr viel besser als wir Erwachsenen. Weil wir ja so vernunftgesteuert sind. Und die Verantwortung tragen. Und etwas erreichen wollen. Kinder spielen einfach. Und hoffentlich geben wir ihnen den Raum dazu. Und lassen sie spielen, auch wenn die Leistungs- und Konsumgesellschaft sie gerne schon in jungen Jahren als Musterschüler und Kunden von nicht altersgemäßen Produkten hätte.

Und unsere Bläser spielen einfach… Danke dafür: Es gibt ja viele Bedenkenträger und übervorsichtige Verbote: Ich bin mir sicher, dass die Musik draußen niemandem Corona bringt. Sondern im Gegenteil ganz viel Corona-Blues auflöst! Z.B. das bekannte Lied: Weißt Du wie viel Sternlein stehen? – Dort heißt es eben in der 2. Strophe: Weißt Du wie viel Mücklein spielen in der heißen Sonnenglut … Gott, der Herr, rief sie mit Namen (ja sogar die Mücken), dass sie all ins Leben kamen, dass sie nun so fröhlich sind!“

Spielen ist etwas Gutes, etwas, was uns Kraft gibt. Und all das andere, das Wichtige, kommt dann von alleine. Kommt viel besser, wenn wir auch spielen, leicht und frei sind. Und dann der Prophetentext, den wir gehört haben: Gott verspricht seinem Volk dort nach einer extrem schweren Zeit nun eine gute Zeit. Und das Gute hat drei Aspekte: Alle haben genug zum Leben, die Menschen erreichen ein hohes Alter, und es sind viele Kinder da, die fröhlich auf den Plätzen der Stadt spielen. Keine Nachbarn, die wegen Lärmbelästigung klagen; sondern Freude über die Unbeschwertheit, die ja „Zukunft“ bedeutet. Wie viele Länder sehen wir in den Nachrichten, wo Kinder nicht spielen können, sondern von Gewalt bedroht, vertrieben und zu Sklavenarbeit gezwungen werden. Und wie vielen Kindern wird bei uns die Kindheit geraubt, durch ganz unterschiedliche Faktoren: Gestresste Erwachsene, Überangebot an Medien und Technik usw. In der Corona-Zeit leiden besonders die Jüngsten unter den Einschränkungen, dem Verlust des unbeschwerten Alltags.

Oder die furchtbaren Missbrauchsfälle, erst gerade ist ja wieder einer in Münster bekannt geworden. „Unmöglich, dass sich daran was ändert,“ sagen wir vielleicht. Und hören genau da noch einmal den Propheten Sacharja: „Erscheint dies auch unmöglich in euren Augen, sollte es darum auch unmöglich erscheinen in Gottes Augen?“

Nein, Gott will uns verhelfen zur Freude an dem Leben, das er uns gegeben hat. Er will uns helfen zu Leichtigkeit und Freude – und eben auch Spiel! Und das hat dann großartige Folgen, sagt der Bibeltext, nämlich Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden sind das Ergebnis, wenn die Menschen auf Gottes Lebens-Angebot eingehen.

In der dritten Strophe des Liedes heißt es: Weißt Du wie viel Kinder frühe stehn aus ihren Bettlein auf, dass sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf? Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen. Kennt auch dich und hat dich lieb!

Gott, leite uns und lass uns deine Kinder sein: Dass wir spielen und so leben. Amen.

Pfingsten 2020

Liebe Gemeinde,

ich will euch mal von früher erzählen. Da gab es – meistens am Samstagnachmittag – Orte, an denen sich tausende von Menschen versammelt haben. Und obwohl es gar nicht kalt war, hatten viele von ihnen einen Schal dabei. Also um den Hals gelegt oder in die Höhe gereckt, jedenfalls nicht als Mund-Nasenschutz. Und sie machten etwas, was wir heute in unseren Gottesdiensten (noch) nicht dürfen: Sie sangen lauthals gemeinsam Lieder, etwa “You’ll never walk alone!”. Und das ohne den Mindestabstand von 1,5 Metern; also sowohl das Singen als auch das gemeinsame Gehen! Und wenn dann ein Tor für die eigene Manschaft fiel, lagen sie sich in den Armen und es wurde gejubelt. Die siegreiche Manschaft wurde gefeiert und die Freude kannte keine Grenzen. Man kann sagen: Die Menschen waren wirklich begeistert. Sie jubelten vor Begeisterung. Was für eine verrückte Zeit, damals bis vor drei Monaten…

Von einer Begebenheit einer anderen großen Begeisterung erzählt uns die Bibel. Sie wird uns in der Apostelgeschichte geschildert. Da heißt es: “Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.  Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen,  und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.” (Apg. 2, 1-4)

Diejenigen, von denen uns hier berichtet wird, sind die Jünger Jesu, die sich am Pfingsttag gemeinsam getroffen haben. Erinnern wir uns: Nach der Trauer des Karfreitages überkam sie die Freude des Osterfestes, denn Jesus wurde von den Toten auferweckt. Damit hatte der Tod nun nicht mehr das letzte Wort über das Leben der Menschen. Dann aber kam der Tag seiner Himmelfahrt. Der Auferstandene kehrte zu seinem Vater in den Himmel zurück. Nun waren Jesu Jünger auf sich allein gestellt. Was aber sollten sie tun? Ernüchterung und Ratlosigkeit machten sich bei ihnen breit. Und so saßen sie nun bedrückt in ihrem Haus zusammen, ohne einen Plan von der Zukunft zu haben. Aus sich selbst heraus fehlte ihnen die Kraft zum Weitermachen. Diese mußte von außen kommen.

Und so sandte Gott ihnen seinen Heiligen Geist, der sie ergriff, erfüllte und eben begeisterte! Das Pfingstwunder geschah. Plötzlich wußten sie, was zu tun ist: Sie mußten predigen. Also allen Menschen von der guten Botschaft Jesu Christi erzählen. Nun erst waren sie in der Lage, nach draußen zu den Menschen zu gehen, um ihnen zu sagen: “Gott hat euch lieb! Er lädt euch ein, zu ihm und zu seiner Gemeinde zu gehören! Er bietet euch seine Nähe und Gemeinschaft an! Ihr sollt über eure Sorgen und Ängste nicht traurig bleiben! Er will euch trösten!” Nun erst konnten die Jünger das mit Freude und Überzeugungskraft tun. Nun erst konnten sie die Anderen begeistern, weil sie nun “Feuer und Flamme” für die christliche Botschaft waren.

Von solch einer Begeisterung für den Glauben ergriffen zu werden, das wünsche ich uns ebenfalls zu diesem Pfingstfest im Jahr 2020. Vieles ist derzeit anders als gewohnt, nicht nur im Fußballstadion. Gerade deshalb brauchen wir eine Kraft, die uns von außen stärkt und gegen alle Sorgen zu einer Hoffnung auf eine getröstete Zukunft mitreißt. Auch in der Krise sollen wir es nicht vergessen: Gott bleibt an unserer Seite. Er bleibt uns nahe – und er kennt keinen Mindestabstand zwischen ihm und uns! Seine Liebe zu uns hört niemals auf.

Solcher Glaube möge in uns wachsen. Dazu schenke Gott uns seinen Heiligen Geist. Nicht nur zum Pfingstfest, sondern alle Tage bis an der Welt Ende! Amen.

Michael Stulken, Pfarrer

Andacht zum 6. Sonntag nach Ostern

Liebe Gemeinde,
der Monatsspruch für den Mai ist der 10. Vers im ersten Buch Petrus, 4. Kapitel:

>>Dient einander mit den Fähigkeiten, die Gott euch geschenkt hat – jeder und jede mit der eigenen, besonderen Gabe!
Dann seid ihr gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes. <<

Welch ein passender Vers in der heutigen (Corona-)Zeit!

Sehr früh, so Mitte März, entdecke ich ein Hinweisschild vom Vorstand der Bürgergemeinschaft Heidkrug e.V. Das ist nichts Neues. Immer, wenn der Verein etwas der Siedlung mitzuteilen hat, hängt am Verkehrsschildpfahl eine Tafel. Diesmal wird aber nicht auf ein Fest hingewiesen, sondern hier wird auf ein Angebot der Nachbarschaftshilfe aufmerksam gemacht. Mitbürger*innen, die in irgendeiner Weise Hilfe benötigen, können sich an den Verein wenden. Es wohnen so viele Menschen hier in der Siedlung. Jeder und jede hat individuelle Fähigkeiten, Stärken und Möglichkeiten. Das macht ihre/seine Persönlichkeit aus. Jetzt in der „Coronazeit“ erleben wir vielleicht unseren Nachbarn ganz anders als noch am Anfang des Jahres. Braucht jemand Hilfe? Kommt jemand auf mich zu? Was kann ich selber tun, um diese schwere Zeit für alle erträglicher zu machen? Mir fällt auf, dass z. B. viel mehr gegrüßt wird!

Viele Telefonanrufe zeigen mir, dass man an mich denkt. Es werden dann oft längere Anrufe als üblich. Ich habe Zeit, und wir hören uns gegenseitig zu! Kleine Geschenke als Gruß liegen vor der Haustür. Eine besondere Postkarte liegt im Briefkasten. Ein Zuwinken oder ein kleiner Plausch mit den Nachbarn, in gebührendem Abstand, das ist neu! Sicherlich haben Sie auch viele (neue) Erfahrungen in den vergangenen Wochen gemacht. Und mich begeistert die Vielfalt der Ideen! Online-Gottesdienste, Regenbogenbilder an Fenstern, Gedanken zum Tag und Gottes Wort auf verschiedenen Kommunikationswegen und seit wenigen Tagen auch Andachten in freier Natur, montags um 18 Uhr. Gutscheinkäufe in kleinen Lieblingsläden, ein Dankeschön an Postboten, Pfleger*innen, Müllmännern. Haben Sie auch schon die bunten bemalten Steine entlang der Hecke am Eingangstor zum Friedhof entdeckt? Ich könnte die Liste noch lange weiterführen. Welch Reichtum in unserer Gemeinde, in unserer Gesellschaft! Und das Wunderbare an alle dem ist, dass das „Anderen-Freude-machen“ als Glücksgefühl zurückkommt!

Es gibt auch negative Erfahrungen und Enttäuschungen. Aber unterm Strich geht die Rechnung auf: Der Auftrag, einander zu dienen, soll heißen: den Nächsten zu sehen, zu achten und ihm beizustehen, ist gottgewollt. Er macht unser Leben (nicht nur in der Coronazeit) lebenswert und reicher. Gottes Geist berührt die Menschen und setzt sie in Bewegung. Innerlich und äußerlich.

Heike Bödeker, (Prädikantin in der Gemeinde Hasbergen)

Pilger-Wanderweg am Himmelfahrtstag

Am Himmelfahrtstag lädt die Kirchengemeinde Hasbergen zu einem Pilger-Wander-Gottesdienst ein: Um 15 Uhr startet das Ganze draußen an der St. Laurentius-Kirche, es geht zu Fuß über etwa 10 Kilometer zu drei Landschaftskreuzen, an denen den Teilnehmenden jeweils kurze gottesdienstliche Impulse geboten werden. Gegen 18 Uhr ist die Rückkehr in Hasbergen geplant.

Verpflegung ist selbst mitzubringen. Und natürlich sind die derzeit gültigen Abstandsregeln einzuhalten.

Herzliche Grüße
Stephan Meyer-Schürg

KEINE Konfirmation… – Gedanken zum 17. Mai

Vorigen und diesen Sonntag wäre in Hasbergen Konfirmation gewesen: 23 Jugendliche mit ihren Familien und Freunden, was für wunderbare, große Feiern – und genau das ist gerade verboten, schon seit 9 Wochen. Und wer weiß, wie lange noch…

Besonders leid tut mir das für unsere Konfis, die sich so sehr auf diesen besonderen Tag gefreut haben. Na klar, sie dürfen sich noch weiter freuen, bis wir das alles ganz schön nachholen. Aber an diesen beiden Sonntagen tut es doch weh.

Ich habe über whatsapp eine kleine „Trost-Konfirmation“ auf den Weg gebracht, mit Texten, Videos, Bildern und Audios. Darin ist z.B. zu sehen wie seltsam es aussieht, wenn im Abstand von 1,50 Metern nur vier statt zwölf Stühle für die Jugendlichen neben dem Altar stehen. Oder wie seltsam es wirkt, wenn da zwei Kniekissen mit einer großen Lücke in der Mitte liegen. Von der leeren Kirche mit nur etwa 30 statt 300 Plätzen ganz zu schweigen.

Aber dann hat Martin Kütemeyer ein Video eingespielt von einem mutmachenden Lied, das die Kirchenkreisband „Iksona“ ohne sich zu treffen (!) aufgenommen hat: „Zeig dein Licht der Welt und es wird sie verändern!“ und: „Trau dir was zu, Gottes Liebe geht mit!“

Wenn vieles so anders ist als zuvor, dann ist das zugleich eine riesige Chance neues zu entdecken und auszuprobieren. Für unser Leben und auch für unsere Kirche.

Ja, ich wünsche mir, dass nach Corona unsere Gottesdienste nicht mehr so sind wie vorher. Sondern lebendiger und offener.

Bei Konfirmationen haben wir das in den letzten Jahren immer auch probiert: Feierliche „alte“ Elemente zu verbinden mit neuen Formen und Ideen.

Manche traditionellen Dinge schrecken nämlich die ab, die nicht so häufig kommen. Gerade an Tagen wie der Konfirmation haben wir immer Menschen dabei, die sich dann wundern „dass Kirche ganz anders ist als früher“.

Die Corona-Zeit fordert uns Haupt- und Ehrenamtliche in der Gemeinde heraus, noch mehr als zuvor kreativ und mutig Neues zu wagen. Unser Licht zu zeigen und die Welt zu verändern. Mit Gottes Hilfe.

Sein Segen, der uns bei Taufe und Konfirmation zugesprochen wird, der will uns alle in dieser verrückten Zeit tragen und uns eine gute Richtung zeigen.

Pastor Stephan Meyer-Schürg

Wir dürfen wieder Gottesdienste anbieten

Seit dieser Woche ist es den Kirchen lt. Verordnung des Landes Niedersachsen unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln wieder gestattet Gottesdienste anzubieten. Viele Menschen warten sehr darauf.

Da sich diese Vorschriften im Freien und bei kurzen Gottesdiensten einfacher umsetzen lassen, bietet die Kirchengemeinde Hasbergen ab sofort jeweils montags um 18 Uhr eine kleine „Landschafts-Andacht zum Wochenstart“ an. An wöchentlich wechselnden Orten.

Weitere Termine:

  • 18. Mai, um 18 Uhr, an der Schützenhalle Neuendeel, am Fludderdeich 8.
  • 25. Mai, 18 Uhr, Ort wird am 18. Mai nach der Veranstaltung bekannt gegeben.

Besucher werden aufgefordert, den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1.50 Meter zu anderen Besuchern einzuhalten. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung wird empfohlen. Eine Bestuhlung gibt es nicht, auch findet keine Bewirtung statt. Wenig Parkmöglichkeiten vorhanden.

Herzliche Grüße
Stephan Meyer-Schürg

Andacht zum Sonntag „Kantate“

Heute ist der Sonntag Kantate, das heißt: Singt! Jauchzet, lobet, mit Pauken und Harfen, klatscht in die Hände, seid fröhlich und singt Gott ein neues Lied. So beschreibt es der Psalm 98, der auch unser Wochenpsalm ist.

Und nun gehe ich täglich in unsere schöne Jugendkirche und betrachte traurig die seit Wochen verwaisten Instrumente unserer Band Iksona, unsere Jugendgottesdienste finden dort nicht mehr statt, das Rock & Pop-Cafe ist abgesagt. Auch in unseren anderen Kirchen sind die musikalischen Angebote stiller geworden, Chor und Bläserkreis können sich nicht treffen, die Organistinnen üben in leeren Kirchen. Gottesdienste sind unter strengen Auflagen theoretisch möglich, aber es darf nicht gesungen werden. Auch bei mir zu Hause setzen die Instrumente Staub an, denn irgendwie ist mir gerade nicht nach „Jauchzen und Frohlocken“ so ganz für mich alleine.

Gestern kam von einem Kollegen ein selbstproduziertes Musikvideo. Verschiedene Menschen aus der Jugendarbeit haben zu Hause ein Lied eingesungen und diese Bilder und Stimmen wurden zusammengefügt. Das hat mir richtig gutgetan und ich war wirklich gerührt. Zu hören und zu sehen sind diese Videos im youtube-Jugendgottesdienst am 15. Mai um 18.30 Uhr im Kanal VIDEJO.

Das für den 17. Mai in der Jugendkirche geplante Musiktheater „Dornröschen-Schlaflos im Schloss“ mit dem Duo Twinkle wird um 19 Uhr aus deren Proberaum auch über VIEJO live gestreamt.

Nächste Woche nehmen Musikerinnen und Musiker aus unserer Gemeinde ein Video auf und spielen einfach aus Lust am Musizieren ihre Lieblingslieder ein, darauf freue ich mich schon sehr.

Jugendliche nehmen an einem online-Gitarrenkurs der Ev. Jugend teil und bei mir zu Hause üben die Kinder seit Wochen mit ihrer Klavierlehrerin über Skype.

Unsere Kirche und unser Christsein wären nicht denkbar ohne die Musik. Der erleichterte Dank der Gesundeten, das mächtige Loblied der Geschöpfe Gottes, das Spiel der Instrumente und der mutige Gesang, der Ängste überwinden hilft – sie alle vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes. Dort, wo sein Name so besungen wird, dort ist Gott ganz nah. Kein Bereich des Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern zu liebevolleren und dankbaren Menschen.

Neue und alte Lieder wollen wir dir singen, o Gott,
denn unser Glaube lebt in diesen Liedern,
die wir dir singen, als deine Gemeinde.

Wir sehnen uns zurück nach einem Leben mit frohen Liedern,
offenen Gesichtern und herzlichen Begegnungen,
so bitten wir dich: Komm uns entgegen, du unser Gott!

Martin Kütemeyer (49) ist Diakon im Ev. Kreisjugenddienst und an der Jugendkirche St. Paulus

Word-Keys zum Glück….

Gibt’s bei Euch auch Tage, wo Ihr Euch fragt, „macht das denn alles Sinn in meinem Leben, bin ich erfüllt und glücklich?“ Ich finde das unglaublich schwierig, hier eine Antwort zu finden und so habe ich mir angewöhnt, bestimmte Dinge aus den biblischen Texten anzuschauen. Hadere  ich beispielsweise mit meinem Glauben, fällt mir oft Paulus ein, der den Hebräern sagt, was Glaube ist: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft und ein Nichtzweifeln an dem was man nicht sieht“…..noch Fragen? Im Ernst, ich finde das sehr hilfreich! Oder: „Nehme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde mich doch Deine Hand Führen und Deine Rechte mich halten (Ps. 139)“; diesen Text lese ich, wenn ich mich hilflos und ohne Orientierung fühle. Bin ich mal depressiv, denke ich an bestimmte Ereignisse, ebenfalls aus den biblischen Kontex: Beispielsweise Palmsonntag, da sehe ich die Szene vor mir und höre gewissermaßen die Hosianna-Rufe. Da neigt sich bei mir die Gefühlswaage schon in Richtung Entspannung. Oder der heutige Sonntag, der hat es so richtig in sich! Der Name Jubilate ist an sich schon Programm, auch die kirchlichen Predigttexte spannen einen riesigen Bogen von der Schöpfungsgeschichte (1. Mose 1, 1-31) über die Apostel-Rede vor den Griechen (Apostelgesch. 17, 22-34) bis hin zu den Gefolgschaftsverheißungen von Jesus (Joh. 15, 7).

Viel Stoff für diese kleine Andacht, viel Inhalt zum „An-Denken“. Aber wenn man es richtig  betrachtet, lohnt sich das Nachdenken schon, geht es doch um ganz entscheidende Fragen, um Fragen nach dem woher und wohin, um Fragen, die die Sinnhaftigkeit unseres Lebens berühren. Um Gottes Allmacht, um Lebenssinn, Geborgenheit und Liebe. Oder kurz: Es geht um den Glauben.

In unseren sozialen Medien tauchen solche Fragen nur kurz auf und häufig verkürzt oder auch manchmal in skurriler Form. Lies die angegebenen Texte doch einmal nach! Der Zeitaufwand ist geringer, als die Sendedauer des „Tatortes“…..ist aber viel nachhaltiger! Versprochen!

Viele von Euch können sich noch an den Besuch von John F. Kennedy in Berlin  erinnern: „Ich bin ein Berliner“ sagte er damals. Dieser ICH-BIN-Satz ist weltberühmt. Noch berühmter sind die Ich-bin-Sätze von Jesus:

„Ich bin das Licht der Welt. Ich bin der gute Hirte. Ich bin das Brot des Lebens.   Ich bin die Auferstehung und das Leben. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.  Ich bin das A und das O.“ „Ich bin der  Weinstock, ihr seid die Rebe“ sagt Jesus im heutigen Evangelium (Joh. 15, 5).

Zugegeben: Es ist nicht leicht, diesen Glaubenssätzen zu folgen und muss man das überhaupt? Es geht doch auch ganz gut ohne Jesus und Gott. Ich mache Urlaub, Spiele am Computer, hänge am Smart-Phone, fahre ins Fitness-Studio, Einkaufen, Theater, Cafe Sport usw. Bin ich jung, demonstriere ich auch gegen die Klimasünden meiner Eltern. Aber nun Corona: Auf einmal wankt das Gebäude, spätestens jetzt fragen sich Viele,  war das nun alles: Arbeit, Geldverdienen, Urlaubmachen, Kinder großziehen und Karriere? Was bleibt dann eigentlich von meinem Leben?  Hat es einen tiefen, bleibenden Wert? Was ist auf Dauer wichtig? Welche Bedeutung hat mein Leben, für mich, für andere, welchen Sinn hat es?  Bin ich glücklich?

Ja, das Glück:  es ist schon so, dass,  je mehr wir uns für das Glück anderer Menschen interessieren, umso glücklicher sind wir selbst. Liebe und Mitgefühl sind die ultimativen Quellen für ein erfülltes  Leben. Das Bedürfnis nach Liebe ist die menschliche Existenzgrundlage….und hier kannst Du ansetzen, wenn Du glücklich sein willst….und vielleicht merkst Du jetzt auch schon, dass Glück nichts mit Geld, Besitz und sozialem Status zu tun hat.

Ja, die Sinnhaftigkeit: Im Ostergeschehen finden wir Antworten.  Wir sind auf Ewigkeit  programmiert, das wird an Ostern super sichtbar……und wir sind auf Gott hin geschaffen.  Jesus bringt es auf den Punkt, was Leben ausmacht und was er für unser Leben  bedeutet. Die Osternacht birgt den Schlüssel  in sich und findet sich grundlegend im Spruch für die kommende Woche wieder: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden (2. Kor. 5,17).

Jubilate, Kantate, Rogate…dieser nachösterliche Sonntagsreigen sorgt schon durch die klingenden Namen für gute Laune. Findet Ihr nicht auch? Jubelt, singet, bittet/betet. Die lateinischen Bezeichnungen bringen die Freude zum Ausdruck, die sich aus Ostern ableitet: Sieg des Lebens, Sieg über den Tod.  Und so finden sich auch die Antworten auf die eingangs gestellten Fragen. Jesus Christus, unser Freund und Bruder hat  die Lösung für uns zustande gebracht, er ist Anfang und Ende, gestern, heute und derselbe in Ewigkeit.

Wolfgang Köppen, Predigtlektor in der Ev.-Luth.-Kirchengemeinde Hasbergen

Der Glanz auf dem Gesicht

Am heutigen Sonntag wäre in der Lutherkirche Konfirmationsgottesdienst. Leider ist alles anders gekommen.

Über einen Text möchte ich nachdenken, den ich bei Konfirmationspredigten gerne verwende:

„Als nun Mose vom Berge Sinai herabstieg, hatte er die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glänzte, weil er mit Gott geredet hatte.“ (2 Mose 34,29)

Mose hatte einen Glanz auf seinem Gesicht. Vielleicht ist bei den Konfirmanden nach der Begegnung mit der Kirche, mit Gott und dem Glauben ein kleines fröhliches Lachen und so etwas wie ein Glanz geblieben. Wenn es so ist, haben wir viel erreicht.

Es gibt für mich keine schönere Beschreibung dessen, was ich mir von einer christlichen Gemeinde, von einem Gottesdienst, wünsche: Ich wünsche mir, dass man den Gesichtern ansieht, dass es dort um Freiheit, um Entlastung, um Freundschaft und um Lebenswichtiges geht.

Ja, das wünsche ich mir. Und weiß natürlich, dass ich selbst nicht immer so strahle, dass kein Mensch das durchgehend kann. Nicht immer kann ein Gesicht diesen Glanz, der von Gott kommt, ausstrahlen.

Ich weiß aber auch, dass wir viel gewinnen werden, wenn wir diesen Glanz Gottes in unserem Leben spüren können oder auf dem Gesicht eines anderen sehen. Dazu braucht es nicht viel.

Wenn dich einer ehrlich anlacht,
wenn dir einer ehrliche Fragen stellt,
wenn dir einer ehrliche Antworten gibt
und wenn einer die Hand hinhält,
weil er im Augenblick festen Halt hat und sieht,
wie unsicher du gehst,
wenn einer deinen Namen ruft
und dein Herz schneller schlägt,
nicht aus Angst, sondern vor Freude.

Schön, wenn so etwas geschieht. Ich wünsche uns allen, dass es geschieht. Amen.

Pastor Ralf Frerichs

Jesus wurde eingewickelt

Immer wieder dieselben Seiten. Wir lesen sie nach dem Aufwachen und vor dem Schlafengehen. Die Geschichte von „Jesus, der eingewickelt wurde“, wie mein kleiner Sohn sagt. Er hat vor kurzem die Kinderbibel im Bücherregal entdeckt und zu Ostern haben wir die Kapitel von Kreuzigung und Auferstehung gelesen

Wir lesen also diese Kapitel immer und immer wieder. Wie Jesus gefangen genommen wird, wie er vor Pilatus steht, wie er das Kreuz nach Golgatha tragen muss und wie er dann am Kreuz stirbt. Aber mein Sohn findet den Teil besonders interessant, indem Josef von Arimathäa den toten Jesus mit den Wunden an Händen und Füßen vom Kreuz nimmt und in ein Leinentuch wickelt. Dann legt er ihn in ein Grab.

Für meinen Sohn hat das einwickeln einen hohen Wert. Jemand kümmert sich um den „kranken Jesus“ (er versteht noch nicht, was tot sein bedeutet) und in seiner Vorstellung wird Jesus wieder „heile“. Er wird wieder ganz und ist unversehrt, weil jemand ihn gesund pflegt.

Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.
Dieser Vers aus dem 1. Petrusbrief spricht auch davon heil zu werden. Durch den Tod Jesu am Kreuz, durch seine Wunden, sind wir heil geworden, sagt zumindest der Bibelvers. Aber bin ich wirklich heil? Also ohne Brüche, ohne Risse, ohne Wunden und Narben innerlich und äußerlich? Nein, sicher nicht. Meine Haut ist gerissen an manchen Stellen durch Schwangerschaften und Stillen. Mein Körper erzählt seine eigene Geschichte durch Narben, Dellen und Kratzer. Ich bin nicht perfekt, genauso wenig wie mein Körper. Und doch kann ich heil werden. Nicht makellos, aber heil. Indem ich eingewickelt werde, so wie der tote Jesus von Josef eingewickelt wurde in ein Leinentuch. So werde auch ich eingewickelt in Liebe. Die Liebe Gottes wickelt mich ein, wie ein Tuch oder ein Verband. Sie macht mich ganz und heil, auch wenn es meinem Körper nicht anzusehen ist. Die Wunden Jesu machen mich nicht heil, aber die Liebe Gottes für die diese Wunden stehen, sie wickelt mich ein und macht mich heil.

Jennifer Battram-Arenhövel (35) ist Gemeindepfarrerin in Delmenhorst in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Hasbergen.

„The show must go on“ – Andacht zu Ostern 2020

von Stephan Meyer-Schürg, Pastor in Hasbergen
Diese Andacht ist am Ostersonntag, kurz nach 10 Uhr auch im Radio zu hören: Radio 90.4

Vielleicht kennen Sie das Lied „The show must go on…“ von Queen… Als das 1991 veröffentlicht wurde, wusste die Band schon, dass Freddie Mercury an Aids sterben würde. Es war sein letztes Stück: „I’ll soon be turning round the corner now.“ – Karfreitag spiegelt in der christlichen Tradition diese Erfahrung von Tod und Finsternis „Inside my heart is breaking.“

Und doch: „The show must go on“ – Als die drei anderen Bandmitglieder vier Jahre später ein Album heraus gaben, das die von ihrem Leadsänger nicht mehr fertig gestellten Stücke enthielt, gaben sie dem den Titel „Made in heaven“ – gewidmet dem unsterblichen Spirit von Freddie Mercury – und da sind wir bei Ostern!

Der schwere Stein vor dem Grab ist weggerollt, die Lasten beiseite geschafft. Und ein Engel sitzt da. Gottes Bote. Und sagt „Fürchtet Euch nicht!“ – –

Ostern in Corona-Zeiten. Schwere Steine liegen vor unseren Füßen, auf unseren Seelen. Und doch rufen viele schon wieder „The show must go on“… – Was lernen wir aus dieser gewaltigen Krise? Geht alles weiter wie vorher? Nur noch schneller, noch mehr Wachstum, noch mehr Eigennutz?

In den letzten Wochen, finde ich, haben die positiven Dinge in unserer Stadt bei weitem überwogen: Das herzliche Miteinander in den notwendigen Beschränkungen, die vielfältige Menschlichkeit. die Kreativität (auch als Kirchengemeinde) neue Wege zu gehen, wenn uns z.B. Gottesdienste verboten sind.

Wenn das Leben hoffentlich bald in die Nach-Corona-Zeit geht, dann hoffentlich positiv verändert.

Auch Ostern will uns positiv verändern. Will nicht auf ein fernes Jenseits vertrösten, wie uns das manchmal erzählt wird. Sondern Ostern erzählt vom Sieg des Lebens über den Tod, vom Sieg des Lichtes über die Finsternis. Und zwar schon jetzt.

Natürlich weist die Rede von der Auferstehung auch darauf hin, dass unser Leben von einem größeren Ganzen umgeben und gehalten ist. Und das ist ganz wichtig, damit wir mit der Unausweichlichkeit des Todes umgehen können. „Heaven for everyone“ (auch von Queen, natürlich…).

Aber der Himmel will und soll schon jetzt beginnen. Jetzt brauchen wir Halt und Perspektive. Der schwere Stein ist weg, der Engel ist da: „Fürchtet Euch nicht.“

In diesem Sinne hat Adel Tawil ein wunderbares Oster-Lied geschrieben: „Ist da jemand,“ wo es am Anfang heißt „auf deinem Weg liegen riesengroße Steine.“ Es beschreibt die Suche nach Gehaltensein und Geborgenheit, die wir wohl alle kennen.

Ostern verspricht uns: Egal was passiert – Gottes Kraft und Liebe ist da, ist stärker als Angst und Leid. Nicht zuerst jenseitig, sondern eine Liebe, die wir in uns spüren dürfen. Und die uns z.B. in der Zuwendung anderer Menschen begegnet. In den letzten Wochen habe ich sie oft wahrgenommen.

Die Botschaft von Ostern will diese guten Kräfte stärken. Will das Leben lebendig halten.

„Da ist jemand, der dein Herz versteht und der mit dir bis ans Ende geht. … Der dir den Schatten von der Seele nimmt und dich sicher nach hause bringt.“

So – wünsche ich mir, dass die Show weiter geht: „Immer, wenn du es am meisten brauchst, dann … ist da jemand!“

– – Frohe Ostern!! – –

Stephan Meyer-Schürg, Pastor

Osterangebote der Oldenburgischen Kirche

Wir befinden uns mitten in der Karwoche und warten auf Ostern, das in diesem Jahr so ganz anders sein wird als in den vergangenen Jahren. Wir werden nicht im Morgengrauen zusammen die Osterkerze in der Emmaus-Kapelle entzünden und auch nicht gemeinsam „Der Herr ist auferstanden rufen“.

Ostern werden wir aber trotzdem feiern, denn Ostern fällt nicht aus. Christi Auferstehung ist ein Symbolbild der Hoffnung. Auch auf einen Gottesdienst zu Ostern müssen wir nicht verzichten. Es gibt viele Angebote, die die Oldenburgische Kirche auf ihrer Homepage gesammelt hat.

Unter folgendem Link sind die Angebote zu finden: https://www.kirche-oldenburg.de/kirchezuhause

Glockenläuten im Oldenburger Land

Am Karfreitag 15 Uhr und am Ostersonntag 12 Uhr werden Kirchenglocken die Menschen im Oldenburger Land zu Andacht und Gebet einladen.

Während des Glockenläutens lädt die oldenburgische Kirche zu einer kurzen Besinnung ein. Dafür stehen für die Feiertage Vorschläge für kurze Andachten zur Verfügung unter: https://kirche-oldenburg.de/laeute-andachten

Video-Gottesdienste zu Karfreitag und Ostersonntag

Für Karfreitag und Ostersonntag planen wir jeweils einen Video-Gottesdienst aus der Oldenburger St. Lamberti-Kirche. Der Gottesdienst am Karfreitag wird von Oberkirchenrätin Gudrun Mawick gestaltet und der Gottesdienst am Ostersonntag von Bischof Thomas Adomeit.

Beide Gottesdienste stehen auf dem YouTube-Kanal der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg zur Verfügung. Zugang besteht auch unter: https://www.kirche-oldenburg.de/kirchezuhause

Der Lokalsender Oldenburg Eins wird beide Gottesdienste senden. Am Karfreitag um 12:30 Uhr und am Ostersonntag um 10:00 sowie 15:30 Uhr. Auch der lokale Fernsehsender regiotv wird beide Gottesdienste ins Programm aufnehmen.

Ostern in Bungerhof

Ostern in Bungerhof

Auch bei uns in Bungerhof wird Ostern gefeiert mit Angeboten, die Zuhause stattfinden können. Ich werde für Karsamstag einen Osterkorb unter das Vordach der Kapelle. In diesem Korb werden kleine Osterlichter sein, die jede*r mit nach Hause nehmen kann, um ein Osterlicht auf dem Frühstückstisch zu haben.

Im Osterkorb werden auch Kreidestücke zu finden sein. Mit diesen Kreidestücken soll die Osterbotschaft in die Welt getragen werden. Wer mag. schreibt damit „Halleluja“ oder „Christ ist auferstanden“ auf den Gehweg vor seinem Haus oder hinterlässt bei den Nachbarn Ostergrüße.

Außerdem wird es ein paar Inspirationen zu Andachten zu Hause und anderen Formaten geben. Eine Andacht aus unserem Pastorenteam wird wie in den letzten Wochen auch auf unserer Homepage erscheinen und auch an der Wäscheleine vor der Kirche zu finden sein.

Außerdem werden in der Lokalpresse auch Aktionen und Texte aus unserem Pastorenteam zu finden sein. In unserer digitalen Kirchengemeinde finden außerdem viele Aktionen statt und auch zu Ostern gibt es ein buntes Programm. Neugierig? Dann melde dich an unter www.elektropastor.de/begegnung.

Als kleinen vorzeitigen Ostergruss schicke ich den Wochenspruch für die kommende Woche:
Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offenbarung 1,18)

Bleiben Sie, bleibt ihr gesund und fröhlich.
Eure / Ihre Pastorin Battram-Arenhövel

Ein Brief an eine Gemeinde

Das Leben der Christen ist nicht das Paradies. Wir sind ein Teil dieser Welt, den Bedingungen, die hier herrschen, unterworfen. Wir leben in Strukturen, denen wir ausgeliefert sind. Und was passiert, wenn die Räderwerke unseres Systems durch Unvorhergesehenes ins Stocken geraten, erleben wir jetzt. So ein kleines Virus eröffnet uns den Blick auf unsere wahre Situation: auf die Labilität und Zerbrechlichkeit unserer Lebensverhältnisse. Der kleinste Krankheitserreger, den man sich vorstellen kann, legt das System lahm, das Menschen sich geschaffen haben. Ich bewundere die Menschen, die sich mutig dagegen stemmen: die besonnenen Politiker zum Beispiel, vor allem aber die Menschen, die im medizinischen und pflegerischen Bereich arbeiten und die Menschen, die alles irgendwie am Laufen halten.
Und dennoch zeigt sich in unserer gegenwärtigen Situation das, was man das Unverfügbare nennen kann: Nur bis zu einem gewissen Punkt lassen sich Dinge kontrollieren und managen. Darüber hinaus herrscht Hilflosigkeit und existentielle Bedrängis.

Manchmal könnte man sich fragen: Wo zeigt sich in unserem Leben die Macht und Größe Gottes?

Es ist das, was Paulus die Bedrängnisse nennt. Bei seinen Gemeinden waren die Bedrängnisse vielfältig: Streit untereinander oder Auseinandersetzungen mit der nichtchristlichen Umwelt: Neid, Denunziation, Willkür der Behörden. Unsere Bedrängnisse sind andere, aber ebenso ängstigend.

Eine bedrängte Gemeinde lebt in Philippi, einer recht großen Handelsstadt in Griechenland. Dieser Gemeinde schreibt Paulus einen Brief.

Paulus weiß sich in den Bedrängnissen mit seiner Gemeinde verbunden. Es ist ein gemeinsames Leiden, denn während er diesen Brief schreibt, befindet er sich im Gefängnis, wahrscheinlich in Rom, seinem letzten Lebensort.

Ich weiß nicht, was diese Christen in Philippi sich versprochen haben, als sie sich taufen ließen. Aber ich vermute, dass ihnen jetzt, Jahre später, die Diskrepanz zwischen den Aussichten, die der christliche Glaube verspricht, und der Wirklichkeit ihrer Lebensverhältnisse sehr ins Auge sticht.

Sie sind unzufrieden und fangen an zu streiten und zu meckern.

Deshalb schreibt Paulus: „Alles tut ohne Murren und Bedenken, damit ihr untadelig und unverdorben seid, fehlerlose Gotteskinder inmitten einer verkehrten und verdrehten Menschheit, in der ihr erscheint wie Lichter in der Welt, da ihr festhaltet am Wort des Lebens …“ (Philipper 2,14-16)

Er stellt ihnen Christus als Beispiel voran, indem er ihnen den Text eines Christus-Hymnus, eines alten Christus-Liedes, mitteilt. Dieser hymnische Gesang zeigt ihnen, wer der wahre Herr der Welt ist (Philipper 2,5-11).

Die Botschaft lautet:

  1. Bedenkt dieses untereinander, was man, wenn man in Christus ist, stets bedenken soll:
  2. Der in der Daseinsweise Gottes sich befand,
    hielt nicht gierig daran fest, Gott gleich zu sein,
  3. sondern er entäußerte sich selbst –
    Sklavendasein annehmend, wurde er den Menschen gleich.
    Und der äußeren Erscheinung nach als Mensch erkannt,
  4. erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod,
    ja zum Kreuzestod.
  5. Deshalb hat Gott ihn auch so sehr erhöht
    und ihm den Namen, der über jedem Namen ist, geschenkt,
  6. damit im Namen Jesu jedes Knie sich beuge
    der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen
  7. und jede Zunge bekenne: Herr ist Jesus Christus
    zur Ehre Gottes des Vaters.

Ein Geheimnis wird hier feierlich besungen. Dieser Herr der Welt ist nur denen sichtbar, die sich zu ihm bekennen. Er hat nichts mit den gewöhnlichen Machthabern zu tun, die wir nur zu gut kennen. Er war kein Cäsar. Er war weniger und gleichzeitig mehr.

Für die Gemeinde in Philippi war es sicher gut, noch einmal auf diese Weise vom christlichen Glauben zu erfahren. Ich glaube, es hat sie für den Alltag gestärkt.

Pastor Ralf Frerichs

Mit Gott im Wohnzimmer tanzen

Ich bin gerade sehr dünnhäutig. Alles scheint ungebremst auf mich einzuprasseln und ich nehme es ungefiltert auf. Meine Elefantenhaut ist gerade im Urlaub – und dabei brauche ich sie so dringend, dass spüre ich deutlich.

Da gibt es Freundinnen, die gerade ganz allein sind und sich mühsam durch ihren Alltag hangeln. Sie bauen sich neue Alltagsroutinen mit Sport und fröhlicher Musik. Wenn wir telefonieren, ist da der Raum, um auch mal Ängste zuzulassen und auszusprechen. Dann fallen Sätze wie „Ich bin einsam.“ und „Abends kommt die Angst.“ Hier höre ich zu und bin einfach da.

Und da gibt es Freunde, die mir erzählen, dass sie noch nie so entspannt waren wie jetzt. Die schaffen unglaublich viel im Garten und genießen die freie Zeit. Endlich mal genug Zeit für die Kinder ohne auf die Uhr schauen zu müssen. Zu mir sagen sie dann „Warum grübelst du so viel?“.

Was ist eigentlich besser in diesen Zeiten? Sich ängstigen und sorgen? Oder doch das Beste machen aus der Situation? Ich weiß nicht, was richtig ist in dieser Zeit, in der die Welt Kopf steht. Aber in meiner Seelsorgeausbildung vor ein paar Jahren habe ich gelernt: Gefühle sind nie falsch. Alles was ich fühle, hat seine Berechtigung.

Es ist okay, wenn ich mal alle Nachrichten vergessen will. Dann drehe ich unseren „Gute-Laune-Mix“ voll auf und tanze mit meinen Kindern laut singend durchs Wohnzimmer. Genauso in Ordnung ist es aber auch unter der Dusche zu weinen, wenn mir klar wird, dass wir Ostern nicht im großen Familienkreis feiern werden. Und ich meine Eltern und Schwestern so sehr vermisse, dass mein Herz sich verkrampft. Diese Situation, die unser Leben gerade auf eine Zerreißprobe stellt, ist verdammt großer Mist! Und jede Träne und jedes Lachen, die uns dabei helfen, alles zu überstehen, haben ihre Berechtigung. Für mich auf jeden Fall- und für Gott sowieso. Ihm konnte ich schon immer alles sagen – er kennt mich – sowieso.

Psalm 139 (in Auszügen)
Herr, du erforscht mich und kennst mich ganz genau. Von allen Seiten umgibst du mich und hälst deine Hand über mir.

Danke Gott, dass ich alle meine Ängste und Sorgen bei Dir lassen kann. Danke, dass Du mir ein Lachen in den Alltag schickst und manche Stunde leichter machst. Danke, dass ich Menschen in meinem Leben habe, die mit mir Angst und Freude aushalten können. Danke für meine dünne Haut, die mich spüren lässt, was Leben heißt. Amen.

Pastorin Jennifer Battram-Arenhövel

„Ich bin getauft“

Liebe Gemeinde,

was würden Sie von einem Menschen halten, der Ihnen auf den Kopf zusagt: “Ich bin immer bei dir, egal, was geschieht. Eben für immer?” Offenbar hat dieser Mensch noch nichts verstanden von dem, wie es in der Welt zugeht. Das gilt ja schon für “normale” Zeiten. Und in diesen Tagen ganz besonders, in denen wir ja darauf achten sollen, Abstand zu halten. Und gerade nicht zu viel beieinander zu sein.

Und doch sagt Christus: “Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.” Das sind im Matthäusevangelium die letzten Worte, die Jesus überhaupt zu seinen Jüngern spricht. Er sagt sie quasi zum Abschied. Denn von nun an ist sein Platz „zur Rechten Gottes“, seines und unseres Vaters im Himmel. So heißt es ja im Glaubensbekenntnis. Daran wird deutlich: Die Gemeinschaft durch und mit Christus hat eine andere Qualität als die zwischen Menschen. Sich daran in diesen Tagen der Krise, deren Ende und Ausgang wir noch gar nicht absehen können, zu erinnern, tut mir gut.

Das ging schon vielen Menschen vor uns so. Ich denke etwa an Martin Luther. Der hatte auf seinem Schreibtisch den Satz geschrieben: „Ich bin getauft!“. Es tat ihm gut, sich dieses immer wieder buchstäblich vor Augen zu führen. Viele Anfechtungen machten ihm sein Leben schwer. Die Suche nach dem liebevollen Gott bestimmte sein Leben. Er lebte in einer Zeit, die von der Angst vor Gottes Strafgericht geprägt war. Aber: „Ich bin getauft!“ Und so wußte Luther: Die Gemeinschaft, die Christus schenkt, ist stärkend und liebevoll. Sie richtet sich ganz und gar gegen unsere Angst. Sie schenkt Gemeinschaft durch ihn mit Gott. Eine Gemeinschaft, die bleibt. Ganz gleich welche Stürme des Lebens bei uns wehen. Vergessen wir es nicht: Christus spricht: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!“. Deshalb hören wir dieses Wort besonders am Taufbecken immer wieder. Denn es ist eines aus dem Taufbefehl, den Christus seinen Jüngern zum Abschied gibt. Das ist Aufgabe und Zuspruch zugleich. Denn durch die Taufe werden Menschen in Gottes unendliche Gemeinschaft aufgenommen.

Und selbst wenn unsere Gemeinschaften – die persönliche Begegnung im direkten Gegenüber – untereinander eingeschränkt sind, gilt die Zusage: Die Gemeinschaft mit Gott durch Christus bleibt. Möge dieser Glaube uns alle in diesen Tagen stärken.

Ihr Michael Stulken, Pastor

Corona-Hilfe und „Gute Worte“ der Gemeinde

In der derzeitigen Situation möchten wir als Kirchengemeinde denjenigen Hilfe anbieten, die ihren Alltag nicht alleine bewältigen können, z.B. weil sie zu einer Risikogruppe gehören oder unter Quarantäne gestellt wurden. Diesen Menschen möchten wir zuverlässige, vertrauenswürdige Leute aus der Gemeinde vermitteln, die dann z.B. Einkäufe erledigen, zur Apotheke gehen, die Haustiere versorgen oder bei sonstigen Dingen des Alltags unterstützen. Es haben sich bereits mehrere gemeldet, die dazu bereit sind. Wenn Sie also selbst Unterstützung benötigen oder jemanden kennen, der das braucht, melden Sie sich bitte im Pfarramt: Tel. 41748. – Wir werden dann in Absprache mit Ihnen eine geeignete Person vermitteln.

Außerdem gibt es für alle, die die besondere Situation rund um Corona aushalten müssen und vielleicht nicht so digital über Smartphones vernetzt sind wie die junge Generation, mit einem „e-Mail-Service“ mutmachende Texte mit Bezug zur Kirche in Hasbergen zu bekommen: Der Pastor schreibt alle paar Tage eine Mail mit ein paar Gedanken aus St. Laurentius. Diese können natürlich aus ausgedruckt und weiter gegeben werden. Wer das haben möchte, sende bitte eine mail an: kirche-hasbergen@ewetel.net

Unsere Mutmach-Wäscheleine

Unter dem Dach des Gerätehauses(neben dem Gemeindehaus) hängt frei zugänglich eine Wäscheleine. Daran kleine Kärtchen mit mutmachenden Sprüchen, Bibelversen, Liedtexten.

Nehmen Sie sich gerne etwas mit. Oder hängen etwas dran für andere!

Auch am Gemeindehaus in Bungerhof hängt wie an vielen anderen Kirchen in der Stadt Delmenhorst ein Plakat mit einem biblischen Zuspruch.

Vor der Kirche und vor dem Gemeindehaus wurde außerdem eine Leine gespannt mit „Segen to go“. Die Menschen, die dort vorbeikommen, können sich ein Segenswort mitnehmen und sich stärken und trösten lassen. Wer mag, darf auch gerne eigene Sprüche oder Gebete für anderen aufhängen. Wir freuen uns über jeden, der mitmacht bei dieser Aktion.

Unsere Gebets-Glocke

In Hasbergen und Bungerhof haben wir ein wunderbares Tagzeitengeläut. Und das geht so:

Nach dem Stundenschlag um 8 Uhr morgens, 12 Uhr Mittags und 18 Uhr abends wird die große Glocke 9 Mal angeschlagen>> das ist die Aufforderung ein Vater unser zu beten.

Danach läutet eine der mittleren Glocken eine gute Minute lang > > das ist Zeit für ein persönliches Gebet.

Seien Sie sicher: Viele beten mit in diesen Tagen!

Unsere offene Kirche

Unsere offene Kirche: Seit Jahrhunderten ist St. Laurentius ein festes Bollwerk in allen Stürmen des Lebens. Hier können Sie zur Ruhe kommen und Ermutigung finden. Und in den ersten Wochen der „Corona-Zeit“ haben das täglich viele Menschen genutzt: Gebetet, eine Kerze angezündet, ein paar gute Worte mit nach hause genommen…

Erfreulicherweise dürfen wir unsere Kirche seit dem 9. April wieder für Einzelbesucher tagsüber öffnen. Bitte halten Sie sich beim Betreten der Kirche an die derzeit geltenden Abstandsregeln. Die Türgriffe werden von uns regelmäßig gereinigt.

Kommen Sie zur Ruhe, sprechen ein Gebet, zünden eine Kerze an oder nehmen Sie sich ein paar gute Worte mit nach Hause.

Hier in Gottes Haus haben schon seit hunderten Jahren die Menschen in den Stürmen des Lebens Zuflucht gefunden.

Gegenüber neben dem Gemeindehaus hängt eine Leine, an der Sie sich ebenfalls gute Wünsche und stärkende Gedanken mit nach Hause nehmen können.

Gottes guter Segen erfülle, begleite und schütze Sie!

Statt in der Kirche – Gottesdienst am Küchentisch

Wie das geht? Schauen Sie doch gerne einmal in unser PDF.

Lieber Gott,
ich habe große Angst.
Liebe Angst,
ich habe einen großen Gott!!!

Gott, von allen Seiten umgibst Du mich
und hältst Deine Hand über mir!

Psalm 139, 5

Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu.
Und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er bei Dir werden neu.
Denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

Evang. Gesangbuch, Nr. 369, 7

Gott gab uns Atem, damit wir leben,
er gab uns Augen, dass wir uns sehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben,
dass wir auf ihr die Zeit bestehn.

Evang. Gesangbuch, Nr. 432, 1

Gott spricht: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte,
Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

1. Mose 8, 22

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

2. Timotheus 1, 7

Manchmal sehen wir Gottes Zukunft, manchmal sehen wir nichts.
Bewahre uns, Herr,
wenn die Zweifel kommen.

Evang. Gesangbuch, Nr. 594, 2

Bewahre uns, Gott, behüte uns,
Gott, sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht im Angesicht,
sei nahe in schweren Zeiten
wir sind da